Sprechen wir in Zukunft noch von Tourismus oder besser von einem „Ökosystem der Gastlichkeit?“ - Einer von vielen Impulsen, die wir von unserem Fachkongress Standort:Stadt:Destination, der am 08.07. live in und aus Köln stattfand, mitnehmen. Danke für die Kooperation und die Denkansätze, die uns Professor Dr. Harald Pechlaner und zahlreiche Expert:innen mitgegeben haben, landesweit, national und international.

Eines hat der intensive Kongress-Tag gezeigt: Überall sucht man nach neuen Allianzen für eine resiliente Stadt- und Standortentwicklung, und viele spannende Lösungen aus den Bereichen Urban-Rural Interfaces, Wellbeing, Atmospheric Design, Engagement & Involvement und Co-Creation & Startup Scene warten darauf, angeschaut und ausgewertet zu werden.

Wir freuen uns, dass wir bereits mit unserer Marke urbanana, gemeinsam mit unseren Partnern Düsseldorf Tourismus, KölnTourismus und Ruhr Tourismus, einen Ansatz hierfür erfolgreich bearbeiten und stets weiterentwickeln. Sie möchten mehr über das Projekt erfahren? Besuchen Sie urbanana.de.


Wir stellen Ihnen schnellstmöglich die Mitschnitte auf die Plattform. Das Tagungsband folgt noch in diesem Jahr.

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Initiiert durch den Tourismus NRW e.V. im Rahmen des Projektes FLOW.NRW und gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie zielt der Fachkongress unter dem Titel „Standort:Stadt:Destination – Auf dem Weg zu einem Ökosystem der Gastlichkeit“ darauf ab, über neue und alternative Konzepte für eine integrierte Betrachtung von Lebensraum, Standort und Destination zu informieren und diskutieren.

Hierbei sind neben Fachvorträgen die Vorstellung konkreter Best Practices aus dem nationalen und internationalen Raum sowie die Einbindung lokaler Experten vorgesehen. Ziel des Fachkongresses ist es, neben dem Expertenwissen der Vortragenden die Teilnehmer:innen mit ihren diversen Erfahrungen im Rahmen von Workshops aktiv einzubinden, was in die Skizzierung neuer Handlungsfelder münden soll.

Der Kongress wird am 08. Juli 2021 stattfinden und richtet sich insbesondere an Praktiker aus der Tourismus- und Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung sowie an politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler.

Der Fachkongress ist primär deutschsprachig ausgerichtet. Einzelne Beiträge können englischsprachig sein und werden im Zuge dessen nicht übersetzt.

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Hintergrund

Standorte und touristische Destinationen befinden sich in Transformation. Rahmenbedingungen von Lebens- und Wirtschaftsräumen verändern sich durch technologische Innovationen und Digitalisierung, neue Arbeitsformen oder hoch-dynamische Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Weiterhin haben Megatrends wie demographische Entwicklungen, Migration oder globale Machtverschiebungen Einfluss auf das Verständnis von Standorten und touristischen Destinationen.

Eine zunehmend bedeutsame Rolle in der räumlichen Entwicklung werden auch die Hochschulen sowie Forschungsinstitute spielen. Insbesondere der Tourismus durchlebt gerade einen fundamentalen Wandel, wodurch Nachhaltigkeit und Resilienz zu stabilen Wertekategorien eines neuen Verständnisses vom Reisen werden. Dies gilt für Geschäfts- und Urlaubsreisen gleichermaßen.

Die Bedürfnisse der Einwohner und ihr Verständnis von gesellschaftlicher Entwicklung stehen bei der Ausrichtung von Standorten und Destinationen dabei zusehends im Zentrum: Lokale Akteure übernehmen gestalterische Verantwortung, beleben beispielsweise die Kultur- und Kreativszene oder definieren zivilgesellschaftliches Engagement im Rahmen einer neuen „social responsibility“.

Wie lässt sich die Zukunft eines Ortes oder einer Region gezielt mit den Kompetenzen und Potenzialen der Anspruchsgruppen gestalten? In einem Mix aus Unternehmensnetzwerken, jungen Kreativen, Kulturschaffenden und (internationalen) Gästen entstehen neue Konzepte, die bisherige Strukturen aufbrechen und eine Transformation begleiten. Mehr denn je gilt, dass eine professionelle touristische Entwicklung zuallererst die Entwicklung des Lebensraumes in den Fokus nehmen muss. Der Qualitätsbegriff bedarf dabei – ausgehend von der Professionalität der Dienstleistungsqualität – einer Erweiterung um die Netzwerk- und Begegnungsqualität im Bewegungsraum von Gästen, Bewohnern und Akteuren in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

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