Einen zentralen Teil der Tagung bilden die Best Practices, im Rahmen derer praktische und wissenschaftliche Beispiele aus verschiedenen Städten und Ländern vorgestellt werden. Der Fokus liegt hierbei auf der strategischen, operativen und organisatorischen Umsetzung wesentlicher Bestandteile des Standort- und Destinationsmanagements. Vorgestellt werden diese Best Practices von Personen, die in entscheidender Funktion an Projekten beteiligt waren oder sind. Die Best Practices werden in zwei parallel laufenden Räumen/Streams präsentiert.

Lebensqualität

In dieser Best Practice geht es um das Thema Lebensqualität. Der thematische Fokus liegt hier auf bedarfsgerechter und gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung und Transformation.

 

Beitrag: „Smarter Together – gemeinsam an der europäischen Stadt von morgen bauen“

Bernhard Klassen, Landeshauptstadt München:

Städte werden in den kommenden Jahrzehnten massiv wachsen. Um den Klimawandel und die steigende Ressourcenknappheit zu bekämpfen, aber auch um die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, müssen Städte neu gedacht werden. Smarter Together erprobt die Möglichkeit dieser europäischen Stadt von morgen.

Startups

Diese Best Practice thematisiert die Startup-Szene im Kontext touristischer Wertschöpfung. Paris gilt sowohl aus touristischer als auch unternehmerischer Sicht als internationales Vorbild und hat beide Bereiche seit einigen Jahren erfolgreich verknüpft.

Beitrag: “Welcome City Lab: An example of how Paris stimulates innovation for its tourism industry”

Laurent Queige, Welcome City Lab Paris:

The Welcome City Lab is the world’s first traveltech startup incubator, created in Paris in 2013, to help young travel entrepreneurs be more successful and help Paris reinvent itself as a major tourist destination. Within the short presentation, the objectives, missions, business models, methodology, partners and ecosystem will be presented and a link to German cities will be made.

© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Kultur & Kreativität

In diesem Themenblock werden zwei Beispiele aus dem Bereich Kultur und Kreativität vorgestellt. Als ehemalige europäische Kulturhauptstadt nimmt Linz eine Vorreiterrolle in der Einbindung der Kultur in das Standort- und Tourismusmanagement einer Stadt ein. Auch Antwerpen gilt als weltbekanntes Zentrum von Kreativität und Innovation und fördert die kulturelle Vermarktung der Stadt aktiv.

 

Beitrag „Vom Verkaufen zum In-Wert-Setzen – vom Aufzählen zum Erleben einer Stadt“

Prof. Georg Steiner, Stadt Linz:

Tourismus und Kultur stehen sich oft unverstanden gegenüber. Klischees, Massentauglichkeit und Banales auf der einen Seite und Abgehobenes, Unverständliches und sich selbst Genügendes andererseits. Darf sich der Tourismus der Kultur bedienen? Wie kann das passieren, ohne Kultur für den schnöden Mammon zu instrumentalisieren oder auf die touristische Anwendung zu reduzieren? Es geht um die Entwicklung von Narrativen, die von allen Beteiligten verstanden und akzeptiert sind, sowie um Erlebnisse. Touristiker sind häufig nur „Aufzähler“. Die Frage nach dem Warum, der Sinnhaftigkeit, die hinter künstlerischen und kulturellen Angeboten steckt, wird nur selten beantwortet. Es geht um die Dramaturgie einer Stadt, eines Aufenthaltes für Gäste. Es geht um Multisensualität und darum, Zusammenhänge zu erkennen. Wie schafft man es, Gäste nicht nur mit Altem und Bekanntem zu sättigen, sondern neugierig nach Neuem zu machen – zum Wohle der Gäste im Sinne neuer und nachhaltiger Eindrücke, und zum besseren Verständnis des kulturellen und künstlerischen Schaffens in einer Stadt.

Mobilität

Dieser Block dreht sich um das Thema Mobilität. Die Fraunhofer-Allianz Verkehr bündelt schon seit 2003 verkehrsrelevante Kompetenzen verschiedener Fraunhofer-Institute und entwickelt technische und konzeptionelle Lösungen.

 

Beitrag: „Entwicklungen und Trends der Mobilität im Kontext der Stadtentwicklung“

Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Fraunhofer Allianz Verkehr:

Städte sind Zentren gesellschaftlicher Megatrends und technologischer Innovationen, dies gilt insbesondere für die Mobilität. Die Erhaltung oder Schaffung lebenswerter Räume, die Raum, Nutzungsansprüche und Nachhaltigkeit in Einklang bringen, stehen im Rahmen der Stadtentwicklung und Mobilitätskonzeption im Fokus. Um öffentliche Räume lebenswerter zu gestalten, wird motorisierter Individualverkehr in Innenstädten zunehmend kritisch gesehen und die Vernetzung von bereits vorhandenen Verkehrsangeboten des Umweltverbundes (ÖV, Rad- und Fußweg) und sich in Entwicklung befindender, innovativer Mobilitätsformen und Technologien rückt in den Vordergrund. Zunehmende Freizeit einerseits und Flächenkonkurrenz in Städten andererseits beeinflussen die Transformation urbaner Mobilität. Im Zuge der Digitalisierung steigen die Chancen neuer akteursübergreifender Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte, die insbesondere für den Tourismus relevant sind. Klimaschonende Mobilität und intermodale Verknüpfung werden dabei eine besondere Rolle zu spielen haben, um Städte – nachhaltig – zu erkunden.

Resilienz

In diesem Block geht es um das Thema Resilienz bzw. Widerstandsfähigkeit. In Freiburg werden das Verständnis von sowie die Erfahrungen und der Umgang mit Resilienz aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, unter anderem Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. In Ingolstadt wurde im Rahmen einer Resilienz-Studie die Resilienz der Region untersucht und ein Maßnahmenkatalog entwickelt.

 

Beitrag: „Mehr Resilienz durch Synergien?“

Hanna Böhme, Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM)

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe, eine Tochtergesellschaft der Green City Freiburg, umfasst ein in Deutschland einmaliges, ungewöhnlich breites Aufgabenspektrum. In einer Gesellschaft werden Verantwortlichkeiten zusammengefasst, die in den meisten Kommunen parallele Strukturen haben: Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung, Standortmarketing, Veranstaltungshäuser, Messe etc. Welche Synergien werden dadurch gehoben und macht und diese Struktur resilienter?

Smartness & Connectivity

Dieser Themenblock thematisiert mit Smartness und Connectivity zwei zentrale Themen der Digitalisierung. In mehreren bayerischen Städten wurden und werden Smart Tourism-Projekte implementiert, in denen vor allem Informations-, Kommunikations- und smarte Technologien eingesetzt werden.

 

Beitrag: „Exploring Sharing Cities – An integrated approach to the smart city”

Roberto Nocerino, Sharing Cities, Municipality of Milan

The speech describes the H2020-SCC1 Sharing Cities project key findings and outcomes. Sharing Cities is presented as a case study for the regenerative approach that the Municipality of Milan has adopted in the creation of a smart district in the Porta Romana Vettabbia area.

 

Beitrag: „Smart City Wien – Einblicke in eine Stadttransformation für die Menschen”

Nikolaus Summer, Urban Innovation Vienna, Smart City Agentur

Die Präsentation gibt Einblicke über die Voraussetzung Wiens, eine Smart City nach Wiener Verständnis zu werden. Nachdem die wichtigsten Merkmale und Stärken der Stadt vorgestellt worden sind, wird Wiens Smart City-Zugang rund um die ganzheitliche Rahmenstrategie der Stadt erörtert. Danach liegt die Aufmerksamkeit auf den wesentlichen Herausforderungen in der Prozess- und Projektsteuerung und daraus abzuleitenden Empfehlungen. Abschließend soll Wiens Zugang anhand einiger Best-Practice-Beispiele – mit Fokus auf die Zielbereiche Digitalisierung, Infrastrukturen, Energie und Mobilität – illustriert werden.

Internationaler Wettbewerb

Im letzten Themenblock geht es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Städten und Destinationen. Zürich verfolgt das Ziel, sich durch lokale, nationale und internationale Allianzen zu einer prosperierenden und weltoffenen Metropole zu entwickeln. Das niederländische CELTH forscht und berät unter anderem zu nachhaltiger Tourismusentwicklung und verantwortlichen Destinationen.

Beitrag: “Zürich – eine eng vernetzte Stadt“

Anna Schindler, Stadt Zürich

Bei nationalen und internationalen Städterankings besetzt die Stadt Zürich regelmäßig die vorderen Ränge. Dafür verantwortlich sind unter anderem die außerordentlich hohe Lebensqualität der Stadt, ihre wirtschaftliche Stabilität und die hervorragenden Bildungsinstitutionen. Um die Qualitäten auch zukünftig hoch zu halten und ein nachhaltiges Wachstum zu garantieren, setzt sich die Stadt Zürich in zahlreichen internationalen, nationalen und regionalen Netzwerken für ihre Anliegen ein.

 

Beitrag: „Towards Destination Stewardship: a governance diagnostic framework – illustrations from the city of Amsterdam”

Bernadette Papp, European Tourism Futures Institute

The presentation will focus on ‘destination stewardship’ as an approach towards integrated destination governance. The Destination Stewardship Diagnostic Framework, developed in collaboration with the World Travel and Tourism Council WTTC, the Travel Foundation and the European Tourism Futures Institute ETFI, will be explained, highlighting the conditions and aspects that can foster policy success. The application of the framework will be illustrated through the case of Amsterdam.

Änderungen vorbehalten.